RS-Ungemü†lich.Eins•

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Schön war's in Berlin am Wochenende des sehnlichst erwarteten Alleycats der Radsportgruppe Ungemütlich. Die RSU-Leute sind dem einem oder anderen Flamingo bestimmt noch von der "rebels without a brake"-Alleycat in Greifswald bekannt und seitdem sind die Verbindungen zwischen manchen Leuten nur noch enger geworden. Da war es natürlich Ehrensache, dass sich FMGX zum sommerlich-sonnigsten Sonnanbend-Abend im Volkspark am Weinbergsweg einfindet, um einige Stunden Spaß auf und mit Fahrrädern zu haben.

Schon Wochen vorher haben die RSU-Leute getrommelt. Auch wenn viele der alleycataffinen Flamingos an dem Wochenende zu beschäftigt waren, um  den Weg nach Berlin anzutreten (oder verletzungsbedingt nicht mitfuhren, wie Max) - Mit Jacob und mir waren zumindest zwei Starter aus der Universitäts-, Hanse- und Dropbarstadt dabei, um das Peloton etwas aufzumischen.

Wir trafen uns vor dem Rennen zur "kleinen" Stärkung. Nach dem wir ganz vorzügliche syrische Falafel, Homus und Ayran in einem reizvollen Laden in der Torstraße zu uns genommen hatten, konnten wir zufrieden los radeln um uns am Treffpunkt um unsere Teamanmeldung zu kümmern. Da wir sehr Zeitig da waren und bis zum Start noch einiges an Zeit übrig war, nutzten wir diese für einen kleinen Abstecher zum benachbarten Standert zwecks Biketalk. Wir ahnten zu dem Zeitpunkt nicht, dass dies nicht der letzte Abstecher hierhin bleiben sollte...
Irgendwann, in goldigster Abendsonne gegen 20 Uhr, kam schließlich der Startschuss. Erster Punkt auf den folgenden vierstündigen Ritt durch Berlin war der Standert, wo uns das Manifest ausgehändigt wurde. Interessant gelöst war die Manifestausgabe. Die Starter bekamen bei ihrer Registrierung einen RSU-Aufkleber ausgehändigt, auf dem eine römische Eins bzw. eine Zwei vermerkt war. So teilte sich das Feld gleich zu Beginn in zwei Gruppen und diejenigen, welche nicht den Standert ansteuerten, fuhren zum berühmten St. Oberholtz am Rosenthaler Platz.

Bei der Manifestausgabe fackelten wir nicht lange, legten die Reihenfolge der Checkpoints schnell fest und schwangen uns auf unsere Bikes. Erfreulicherweise entschieden sich die Jungs von Onewayfixed aus Rostock, mit uns eine Weile mitzufahren. Zusammen macht sowas doch um einiges mehr Spaß als alleine.

Es folgten eine ganze Reihe abwechlungsreicher Aufgaben, welche wir zu meistern hatten. Sei es der ungewöhnliche Konfettitransport, Blackjack-Spielen oder Slalomfahren mit anschlieflendem BH-mit dem Mund Abzupfen in den Höfen der "Panke" im Wedding. Wir transportierten Wasserbomben, teilten Bananen mit links ein und durchpflügten Berlins Straßen in der Abendsonne bis hinaus zur ehemaligen Radrennbahn Weißensee, um dort Polo zu spielen.

Nicht immer lief alles perfekt: Eine Ganze Weile verbrachten wir unter dem Konterfei Ernst Thälmanns am gleichnamigen Park und warteten mangels funktionierendem Kettennieters auf die Chance, ein kleines Stück einer Kette an unsere Taschen zu nieten. Das erwies sich schlussendlich auch nicht als ganz so einfach wie gedacht. Memo für's nächste Mal: Multitool lieber komplett dabei haben.

Auch im Volkspark Friedrichshain verbrachten wir auf der Suche nach dem richtigen Berg eine ganze Menge Zeit. Doch nachdem wir irrtümlich in einem open Air-Rave geradelt waren, fanden wir unser Ziel nach einer Cyclocross-Einlage dann doch. Mit aufgepumpten Reifen ging es dann schnell weiter zu den letzten paar Checkpoints.


Die finalen Herausforderungen vor Augen legten wir noch ein paar Müsliriegel nach und heizten noch etwas zügiger durch das orange erleuchte Ost-Berlin. Mit jedem Ziel stieg unsere Euphorie. Wir wollten schnell ankommen und nahmen das Staub- resp. Mehlfressen am Velodrom  hin, kickerten uns bei der Kicker-Prinzessin in der Jägerklause zum nächsten Haken auf dem Manifest und transportieren schließlich ein Rohes Ei am Rahmen befestigt vom Ostkreuz heil zur Köpenicker Straße - Dem Ende der Sause. Kurz vor Ende standen wir noch vor der kleinen Herausforderung, den Fotocheckpoint zu finden (in einem versteckten Hinterhof, zwischen Trümmern - hätte man sich ja eigentlich denken können), doch schließlich rollten wir, nach nicht ganz drei Stunden, als erstes Out-of-Town-Team in der Köpenicker Straße 44 ein.

Was uns bleiben wird, sind die Erinnerungen an ein paar wahnsinnig schnelle und abwechslungsreiche Stunden, eine Reihe von Preisen wie z.B. einer 8Bar Trinkflasche, T-Shirts von u.a. Standert und Bikepunk, einem Dock11 Lock Belt, Stickern und die Gewissheit, dass dies sicherlich nicht das letzte RSU-Alleycat war, an dem wir teilnehmen werden.

Text: Robert Schenk\\FMGX
Bilder: Radsportgruppe Ungemütlich; Max Siering\\FMGX



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