Flamingos gone Assi.

„Die Große Nonstop Schwitzen Assicat 2000“ 
„Die“, fragten unsere Freunde von Auguste86, ja – die Alleycat. Denn Anglizismen gehen in der deutschen Sprache, aufgrund des fehlenden gramatikalischen Geschlechtes in der Ausgangssprache, Hand in Hand mit allen Artikeln. Gut, das hätten wir geklärt. Warum sich die so sympathische NS-Crew um 14 Jahre verzählt hat, wissen wir jedoch auch nicht.

Doch zurück zum 21.06. 2014, 14.00Uhr, am alten Löschplatz, Barmbek, Hamburg. Gerade erst wurden die Räder wieder zusammengewürfelt, denn die Anreise erfolgte via Auto. Ein 12x7Meter Schriftzug-Banner und ca. hundert Radverrückte in noch heftigeren Outfits begrüßten uns. Mist, stimmt ja – Assicat. Und so waren Adiletten, ALDI-Tüten und VoKuHiLa-Haarmatten nicht weit. Bemerkenswert auch der Umfang des Manifests. Gehörten neben dem eigentlichen „Assifest“-Schriftstück unter anderem auch Zahnpasta, Kabelbinder, Kinderzeitschriften und Wasserpistolen – deren Inhalt oft alles andere als H2O war – dazu. Einen Böllerschuss später stürmten Punkt 15.00Uhr wilde Horden in das im Keller gelegene, „Headquarter“ der Nonstop Schwitzen Crew um den eigentlichen Aufgabenzettel zu erhalten. Der Rest des mehr als dreistündigen Rennens ist schnell erzählt. Und so wurden Räder nach StVZO-Vorschrift am Rande eines Friedhofs durchgecheckt; Socken, Shirts oder wahlweise Unterhosen bei „Kein Mensch ist ekelhaft“ getauscht oder Haare beim Beautysalon wahlweise geschönt oder gleich gekürzt.

Persönlicher Höhepunkt war dann allerdings doch das, sicher mit viel Liebe gebaute, Katapult mit dem es Steine in einen speziell vorgegebenen Kreis zu befördern galt. Dass sich die Flamingos zwischen all dem am heißen Draht und dem Spiel „Courier Crisis“ versuchten, war beim Schreiben dieses Textes gut eine Woche nach dem Event schon fast vergessen. Krönender Abschluss: das Entledigen der mitgebrachten Rolle Klopapier, welche es gegen eine Burschenschaft zu werfen galt. Leider sahen dies die Ewiggestrigen keineswegs so gern wie wir, und somit war diese Checkpointaufgabe nach zunehmender Polizeipräsenz Geschichte. Dennoch, sehr geile Aktion! Vom Ende, das sich irgendwo in den Weiten des Hamburger Stadtparks befand, sind nur noch Bruchstücke übrig. Die Erinnerungsfetzen lassen viel Bier, drei oder vier Tallbikes, viel Zahnpasta an sämtlichen Gliedmaßen und Kleidungsstücken sowie eine Flunkyballrunde und eine mehr als ausgelassene Auguste86-Crew verlauten. Ach ja, die Sieger des Rennes – „AffenzahnFahrradkram“ – konnten sich über einen Carbonrahmen freuen. Doch aufgrund einer kleinen Macke am Heck, wurde dieser kurzum zerlegt. Richtig schön assi eben. Wir sagen danke und freuen uns schon auf die nächste Ausgabe.

P.S. Danke an Sophie für's Fahren und Stefko für Couch und Bett.

Text&Bilder: Daniel Eckardt

anm. d. Red.: Den Ausdruck:"die so sympathische NS-Crew" betrachten wir zumindest kritisch und würden wir nicht die Beteiligten mitlerweile besser kennen, wäre auch hier die Formulierung in:"Natursekt-Gang" geändert worden.



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